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Josef Rosner, 70



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Josef Rosner - als Handballer eine Marke

Josef Rosner

Josef Rosner spielte in Jahrmarkt fast 20 Jahre lang Handball und war oft Spielmacher der Dorfmannschaft. Josef war ein hervorragender Spieler, schnell, flink, ausdauernd, zäh und geschickt, ein tadelloser Techniker mit einer ausgezeichneten Ballführung, ein präziser, kraftvoller und erfolgreicher Kreiswerfer. Am Kreis holte er für die Mannschaft alles raus, was möglich war und musste dafür mit Josef Krämer und Hans Ebner von den Verteidigern die meisten Härten kassieren. Denn in der Kreisliga wurde oft recht hart gespielt, aber nicht so hart wie im heutigen Handball, betonte der damalige Spielkollege, zeitweilige Mannschaftskapitän und spätere Jahrmarkter Handball-Trainer und Schiedsrichter Peter Zerwes.

Der etwas ältere Mannschaftskollege Zerwes (Jahrgang 1935) versicherte uns, dass Rosner auch in Mannschaften der höheren Spielklassen hätte spielen können. In der Temescher Kreisliga war Josef Rosner als Kreisläufer „eine Marke“, besonders im Zusammenspiel mit Josef Krämer und Sturmführer Hans Ebner. Da waren Spielzüge und Zuspiele, die Verteidiger und Torwart immer wieder überraschten. Rosner zählte bei den Jahrmarktern zu den Stammspielern, er war ballsicher, zuverlässig, einsatzbereit und immer dabei.

Heute, am 18. März wird Josef Rosner 70 Jahre alt. Dem ehemaligen Handballer gratulieren seine Frau Erna, zwei Söhne, die Schwiegertöchter sowie seine vier Enkelkinder und viele Freunde. Gefeiert wird das Ereignis an diesem Sonntagnachmittag im Familienkreis.

Rosner stammt aus dem Christians-Haus in der „Hinnereih“ (Nr. 579), er war das jüngste der drei Kinder von Sebastian Rosner und Anna, geborene Loris. Zum Handball kam Josef im Ort, wie etliche Buben aus seinem Kameradenkreis unmittelbar nach der Schule. Beruflich ging es wie bei so vielen Jahrmarktern in der Nachkriegszeit ins Baugewerbe. Er wurde Maurer, absolvierte später die Meisterschule und war Baumeister in Temeswar.

Der Handball war für „de Christians Josep“, wie sein Spitzname damals war, nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern eine Leidenschaft. Hinzu kamen die von der älteren Generation weiter gegebene erlebnisreiche kameradschaftliche Mannschaftsbindung sowie die enge Bindung zur schwäbischen Dorfgemeinschaft. Das waren die Argumente, weshalb Rosner wie andere Mannschaftskollegen nicht bei anderen Teams „Karriere“ machen wollte. Später kam die eigene Familie in den Mittelpunkt: Aus der Ehe mit Erna Orth aus der Neugasse stammen die Söhne Manfred (Jahrgang 1967) und Lothar (1972). Damit in Verbindung stand dann auch sein Entschluss, mit 30 aus der Mannschaft auszuscheiden und Jüngeren den Platz frei zu machen. Sein älterer Sohn Manfred trat dann in die Fußstapfen des Vaters und spielte bis zur Aussiedlung im August 1986 in der Jahrmarkter Sieben mit. Im Sinne dieses Gemeinschaftsgeistes übernahm Manfred beim Heimatortstreffen 2011 in Plittersdorf als Jüngster im Vorstand das Amt des Kassenwartes.

Die Rosner-Familie reiste am 14. August 1986 aus Jahrmarkt nach Deutschland aus. Nach den üblichen Wochen in den Aufnahmelagern Nürnberg und Rastatt kamen sie zum Freundeskreis nach Reutlingen, wo sie im Ortsteil Rommelsbach bald eine neue Heimat und Gemeinschaft fanden, die beiden Söhne eigene Familien und Heime gründeten. Jahrmarkt und dem Handball fühlt sich der Jubilar immer noch verbunden, das Trikot der Jahrmarkter hatte er jedoch nur noch ein- oder zwei Mal in Plittersdorf angezogen (Mannschaftsaufstellung Nr. 9) für die Oldboy-Sieben. Beim Hanballer-Treffen im Herbst 2012 will Josef wieder dabei sein, aber nicht mehr mitspielen.

Viele Freunde, ehemaligen Handball-Kameraden und der Vorstand der Heimatortsgemeinschaft wünschen Josef Rosner, dass er seine gute „Form“ noch lange beibehalte, beste Gesundheit und noch viele schöne Jahre.

Luzian Geier