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Sr. Hedwig verstorben


Sr. Hedwig ist verstorben, 22. Februar 2013

Sr. HedwigSr. Hedwig

„Petrus sprach: Herr, wenn Du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu Dir komme.“ (Mt 14,28)
 

Tod

Am 22. Februar, dem Fest Kathedra Petri, durfte unsere liebe
 
Schwester Hedwig (Anna) Ebner
Benediktinerin von der hl. Lioba

im 101. Lebensjahr und im 72. Jahr ihrer hl. Profess ihr Leben in Gottes Hand zurückgeben. Ein bewegtes Leben lag hinter ihr, das auch in schweren Zeiten durch den Glauben immer seine klare Ausrichtung behielt. Schon in jungen Jahren hatte sie im Banat (Rumänien) unsere Sr. Hildegardis kennengelernt, von der sie einmal schrieb: „Das Außergewöhnliche ... im Leben dieser Frau und ihrem von Liebe brennenden Herzen war so, dass man mitgerissen wurde von ihrem Beispiel.“ Das wurde auch die junge Anna, die sechs Jahre lang in ihrem Dorf den – von Sr. Hildegardis ins Leben gerufenen – „Mädchenkranz“ leitete und dann im März 1936 in Temesvar (Banat) ins Kloster eintrat. Gern erzählte Sr. Hedwig, dass – als die Familie sie nach einem Heimataufenthalt nicht mehr ins Kloster zurücklassen wollte – sie ihre Familie habe stehen lassen und ins Kloster gerannt sei. Noch viele Entscheidungen wurden der jungen Schwester abverlangt. Unser Priorat in Temesvar hatte sich in den schweren Zeiten in vielen Hilfswerken exponiert. Sr. Hedwigs Ewige Profess 1947 fiel in eine Zeit, in der Kirche und Klöster im kommunistischen Staat schon bedroht waren. Erst mussten die Mitschwestern ausreisen, die aus dem deutschen Priorat gekommen waren; dann wurden im August 1949 alle Klöster aufgehoben. Sr. Hedwig kehrte in das Haus ihres Vaters zurück. Unter großen Gefahren versuchten die Schwestern damals, im Untergrund ihre Gelübde zu leben und miteinander Kontakt zu halten, was vor allem nach der Verhaftung und Verurteilung von Sr. Hildegardis im Jahr 1950 zu langjähriger Zuchthaushaft, nicht einfach war. In einem Brief, den Sr. Hildegardis kurz vor ihrem Tod diesen Schwestern in Rumänien zukommen ließ, heißt es: „Weh tut es mir freilich, dass Ihr alle Euer Lebensideal jetzt auf ganz andere Weise erfüllen müsst. Doch das tut ihr.“ Es war in dieser Zeit, dass Sr. Hedwig auch ihre kreativ-künstlerische Ader entdeckte und zu Hause zu malen begann. Als sich dann 1964 eine Gelegenheit zur Ausreise bot, ergriff sie diese sofort, kam ins Mutterhaus des deutschen Priorates nach Freiburg und nahm im neuen Land – nach so vielen Jahren – das geregelte Klosterleben wieder auf. Nach einigen Monaten arbeitete sie im Altenheim St. Johann in Freiburg (bis 1967) und wurde von 1967-71 in Schloss Bürgeln und noch für ein Jahr im Monikaheim (Mannheim) eingesetzt. Schließlich kam Sr. Hedwig 1972 ins Mutterhaus, wo sie im Weißen Vestiar arbeitete. Später betreute sie daneben noch jahrelang den Haushalt unserer Hausgeistlichen. Im hohen Alter entdeckte sie ihre Freude am Malen wieder und erfreute die Schwestern an ihren Festen mit selbst gemalten Karten. Sr. Hedwig wird uns allen als vitale, sehr spontane und lebensfrohe Mitschwester in Erinnerung bleiben, die energisch und mit Temperament ihre Vorstellungen äußerte, die gerne mit anderen zusammen war, Geschichten erzählte, sang, dichtete und viel betete, vor allem den Rosenkranz. Trotz der Schwächung durch eine schwere Krankheit war ihr im letzten November noch die große Feier ihres 100. Geburtstages mit ihren Verwandten und Banater Landsleuten als große Freude geschenkt. Sie durfte jetzt – wie sie es sich gewünscht hatte – leise zum Herrn hinübergehen.
 
Sie lebe in Christus!
 
Um das Gebet für die liebe Verstorbene bitten                                                  Priorin und Konvent
                                                                                                                                  der Benediktinerinnen
                                                                                                                                  von der hl. Lioba
 
79100 Freiburg-Günterstal, den 23. Februar 2013
Riedbergstraße 1

Die Eucharistiefeier ist am Mittwoch, den 27. Februar 2013 um 10.15 Uhr im Kloster St. Lioba, anschließend Beerdigung auf dem Klosterfriedhof.


Sr. Hedwig
Sr. Hedwig
Sr. Hedwig
Sr. Hedwig
Sr. Hedwig
Sr. Hedwig

Geehrte Trauergemeinde, liebe Angehörige
 
Nach einem erfüllten, langen Leben durfte unsere geschätzte Sr. Hedwig in die Ewigkeit gehen. Die Heimatortsgemeinschaft Jahrmarkt sagt ihr in großer Dankbarkeit ein letztes „Lebe Wohl“.

Einige Jahrzehnte lebte sie nun hier im Mutterhaus St. Lioba in Günterstal. Viele Feste und Jubiläen konnten wir mit ihr gemeinsam begehen.

Ihre Gebete, ihre Freude am Glauben haben uns schon in unserem Heimatort und später dann hier beeindruckt. Ihre Liebe zu ihrem Geburtsort Jahrmarkt konnte man bei ihr immer spüren.

Ganz wichtig war ihr neben ihrem gelebten Glauben, die Familie, als fester Anker und tragende Säule, sie boten Halt und Lebenssinn. Neben ihren Schwestern und dem hoch betagten Vater, waren ihre drei Nichten und ihre Nachkommen eine große Stütze und boten ihr immer wieder Gelegenheit sich in ihren Familien wohl zu fühlen.

In Anwesenheit ihrer Nichte ging sie am Freitag, dem 22. Februar in die Ewigkeit ein, als letzte Lioba Schwester aus dem in Temeswar gegründeten Konvent von Sr. Hildegardis Wulff.

In Dankbarkeit und Liebe werden wir Jahrmarkter sie in Erinnerung behalten.

Der Herr aller Zeiten schenke ihr die ewige Freude.

Helene Eichinger

Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh ...

Sr. Hedwig
Sr. Hedwig
Sr. HedwigSr. Hedwig